Artikel 3: Was ist ein Moodboard und wann ist es sinnvoll?
Dein Moodboard fürs Fotoshooting: So visualisierst du deine Ideen
Ein Moodboard ist eine visuelle Collage aus Bildern, Texten, Farben, Texturen und Objekten. Es dient dazu, eine Stimmung, ein Konzept oder eine Idee zu kommunizieren, ohne viele Worte zu verwenden. Man kann es sich als eine Art visuelle Blaupause für das Shooting vorstellen.
Ein Moodboard ist besonders sinnvoll, wenn:
- Eine klare Vision fehlt: Es hilft, diffuse Ideen zu konkretisieren.
- Komplexe Stimmungen vermittelt werden sollen: Es transportiert Gefühle und Ästhetik effektiver als verbale Beschreibungen.
- Zwischen Fotograf und Kunde Klarheit geschaffen werden soll: Es stellt sicher, dass beide Parteien die gleichen Erwartungen an das Endergebnis haben.
Was wird auf einem Moodboard definiert?
Ein gutes Moodboard ist mehr als eine zufällige Bildersammlung. Es definiert die Schlüsselelemente, die das Shooting prägen werden:
- Emotionen & Stimmung: Soll das Bild fröhlich, melancholisch, energiegeladen oder ruhig wirken?
- Farbpalette: Welche Farben dominieren? Sollen sie hell, dunkel, warm oder kühl sein?
- Stil & Ästhetik: Handelt es sich um minimalistische, urbane, natürliche oder glamouröse Aufnahmen?
- Posen & Körpersprache: Wie soll das Model agieren? Gibt es konkrete Posen, die gewünscht sind?
- Outfit & Styling: Welche Kleidung, Accessoires und Make-up-Stile passen zur Vision?
- Location & Setting: Soll das Shooting in einem Studio, im Freien, in einer urbanen Umgebung oder an einem anderen Ort stattfinden?
Welche Online-Tools gibt es?
Es gibt zahlreiche digitale Tools, die das Erstellen eines Moodboards erleichtern:
- Pinterest: Ideal, um schnell und einfach Bilder zu sammeln und zu organisieren. Sie können private Boards erstellen und diese mit Ihrem Fotografen teilen. Pinterest
- Milanote: Bietet eine flexible Leinwand, auf der Sie Bilder, Texte, Links und Notizen frei anordnen können. Milanote
- Canva: Perfekt, wenn Du ein professionell aussehendes, statisches Moodboard mit Grafiken und Textlayouts erstellen möchtest. Canva
Was muss der Kunde beachten?
- Sei spezifisch: Sammle Bilder, die deine Vision genau treffen, nicht nur vage Inspirationen.
- Erkläre, was du magst: Schreibe kurze Notizen zu den Bildern. „Ich mag das Licht“, „Diese Pose finde ich gut“ oder „Die Farben gefallen mir“.
- Sei offen für Vorschläge: Sieh das Moodboard als Startpunkt, nicht als starre Regel. Dein Fotograf kann basierend darauf neue Ideen entwickeln.
Was muss der Fotograf beachten?
- Stelle die richtigen Fragen: Hilf dem Kunden, seine Vision zu artikulieren, indem du nach seinen Gefühlen und Zielen fragst.
- Erkenne die Essenz: Verstehe, welche Kernideen der Kunde mit seinem Moodboard vermittelt, auch wenn die einzelnen Bilder nicht perfekt sind.
- Biete Alternativen: Zeige dem Kunden Beispiele aus deinem eigenen Portfolio oder von anderen Shootings, die zur Stimmung des Moodboards passen.
- Klare Kommunikation: Sprich das Moodboard im Vorgespräch ausführlich durch, um sicherzustellen, dass keine Missverständnisse über das Konzept bestehen.
Diese Serie wird fortgesetzt.


